Aktuelle Ausgabe

allmende 102

Mit Beiträgen von


Titus Ackermann, Stefanie Diekmann, Tim Dinter, Matthias Gnehm, Nora Krug, Yi Luo, Ulli Lust, Nicolas Mahler, Uli Oesterle, Andreas Platthaus, Thomas Pletzinger, Kati Rickenbach, Jan Soeken, Thomas von Steinaecker, Tina Stolt, Mara Stuhlfauth-Trabert, Florian Trabert


Leseprobe

  Andreas Platthaus: Durchsetzungsvermögen. Wie der Begriff »Graphic Novel« das Verständnis von Comics verändert hat (PDF)


allmende 102

„Graphic Novel“ - Nr. 102 der allmende – Zeitschrift für Literatur


Dezember 2018 | 38. Jahr
128 Seiten, reich bebildert
Mitteldeutscher Verlag
ISSN 0720-3098
12,- € / 15,- sFr

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Was versteht man unter einer Graphic Novel? Und vor allem: Warum erfährt sie in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur solche Aufmerksamkeit? Neben aktuellen Tendenzen, ob autobiografischer, zeitkritischer oder feministischer Natur, soll die Graphic Novel als Literaturgattung ins Auge gefasst werden. Wer waren die Initiatoren dieses Genres? Welche Impulsgeber gestalten die Szene heute aktiv mit? Die allmende will einen Beitrag leisten zur Vorstellung der „neunten Kunst“ und ihrer Vertreterinnen und Vertreter.

Nicolas Mahler, Ulli Lust und Kati Rickenbach zählen zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Vertretern – in der Ausgabe gibt es Interviews mit und Beiträge von ihnen. Zudem abgedruckt wurden zahlreiche Ausschnitte von Beiträgern wie Matthias Gnehm, Uli Oesterle, Jan Soeken oder Nora Krug. Titus Ackermann hat einen Essay über die Entstehung und Entwicklung seiner Comic-Zeitschrift „Mogoa Mobo“ verfasst. Zu finden sind auch Passagen aus dem mit dem Comicbuchpreis der Berthold-Leibinger-Stiftung 2018 ausgezeichneten Werk „Blavand“, ein Gemeinschaftsprojekt von Thomas Pletzinger und Tim Dinter, das sich mit Entwicklungshilfe auseinandersetzt und 2020 im Verlag Kiepenheuer und Witsch erscheinen wird. Abgedruckt haben wir weiter die lesenswerte Laudatio von Thomas von Steinaecker auf „Blavand“, die zugleich die Zusammenarbeit von Künstlern im Comic reflektiert.

Theoretische Beiträge setzen sich mit der Geschichte der Graphic Novel auseinander. Andreas Platthaus führt aus „Wie der Begriff Graphic Novel das Verständnis von Comics verändert hat“, die Literaturwissenschaftlerin Stefanie Diekmann schreibt über Barbara Yelins „Irmina“ und Mara Stuhlfauth-Trabert sowie Florian Trabert untersuchen die „Verwandlungen vom literarischen Text zur Graphic Novel“.

Die allmende – Zeitschrift für Literatur wurde 1981 begründet. Sie erscheint zweimal im Jahr im Mitteldeutschen Verlag Halle und wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert.

Ausgezeichnet: Die Literaturzeitschrift allmende erhielt den Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg – Preisverleihung in der Stadtbibliothek Stuttgart


Der Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2017 in Höhe von 5.000 Euro wurde am 4. Juli in der Stadtbibliothek Stuttgart an die allmende – Zeitschrift für Literatur verliehen. Die Literaturzeitschrift wurde 1981 unter anderem von Martin Walser, Adolf Muschg, Hermann Bausinger und Manfred Bosch begründet. Die Literarische Gesellschaft konnte sie vor dem »Aus« retten. Seit 2003 wird sie von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag Halle. Die Jury begründete die Wahl: »Die allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd.« Die Literaturzeitschrift ist in Baden-Württemberg seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres.

Editorial


Als »Graphic Novel« wird eine Untergruppe von Comics be- zeichnet, die anhand inhaltlicher, ästhetischer oder qualitativer Merkmale als grafische Literatur bezeichnet werden kann.
(In: Julia Abel, Christian Klein (Hrsg.): Comics und Graphic Novels. Eine Einführung)

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Unterwegs


  • Mittwoch, 13.03.2018, 19 Uhr / Literaturhaus im PrinzMaxPalais, Karlstr. 10
    Ein einzigartiges Erinnerungskunstwerk, in dem Familiengeschichte auf Zeitgeschichte trifft: allmende-Autorin Nora Krug präsentiert ihre Graphic Memoir „Heimat“